MEET FOR HAITI – DANKE FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG!

 

Die Haiti-Kinderhilfe dankt allen Beteiligten an der wunderbaren Meet-for-Haiti-Aktion, dem 0711-Team, den Stars und den Spendern!!! Durch die Versteigerungen und Verlosungen sind knapp 30.000 Euro für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Haiti zustande gekommen. In einer ersten Nothilfe hat unser Verein jene Slumfamilien mit Geld, Wasser, Lebensmitteln, Lampen und Wasserflaschen ausgerüstet, deren Kindern er bisher innerhalb des Patenschaftsprogramms zur Schule geschickt hat. Allerdings haben sich von den 120 Kindern im Erdbebengebiet bislang nur 69 gemeldet. In den anderen Fällen müssen wir mittlerweile das Schlimmste befürchten. Auch für die Restavek-Kindersklaven, die vor der Katastrophe regelmäßig zu essen bekommen hatten und medizinisch versorgt worden waren, wurden Lebensmittelspenden organisiert.

In einem zweiten Schritt hat die Haiti-Kinderhilfe ein Programm zur kostenlosen medizinischen Behandlung von Kindern eingerichtet. Das mag angesichts eines nie zuvor dagewesenen Medizineraufkommens in Haiti merkwürdig erscheinen, aber während sich ausländische Fachärzte bewundernswert um Knochenbrüche, Fleischwunden und Amputationen kümmerten, musste Haiti-Kinderhilfe-Vorsitzender Stephan Krause vor Ort feststellen, dass die Alltagskrankheiten unbehandelt blieben: Krätze, Durchfall, Malaria und Dehydrierung. Krankheiten, die sich aber gerade in den Zeltstädten und der zurzeit herrschenden Regenzeit besonders schnell verbreiten. Deshalb wurden ein haitianischer Kinderarzt und zwei Schwestern im 2004 von der Haiti-Kinderhilfe gebauten Krankenhaus „Notre Dame de Lourdes“ zusätzlich angestellt, die Kinder kostenlos behandeln. Auch die Labor- und Apothekenkosten werden übernommen. Wurden zunächst etwa 100 Kinder pro Monat behandelt, hat sich die Zahl mittlerweile auf 200 verdoppelt. – Nicht nur, weil sich das Angebot herumgesprochen hat, sondern auch weil durch die Regenzeit immer mehr Fieber- und Durchfallerkrankungen ausbrechen sowie in einigen Lagern bereits Diphtherie um sich greift.

Außerdem hat die Haiti-Kinderhilfe einen durch den internationalen Hilfseinsatz arbeitslos gewordenen haitianischen Arzt angestellt, der in den Lagern der obdachlos gewordenen Kindersklaven medizinische Hilfe leistet. Da diesen Kindern meist jeder Umgang mit Amtspersonen fremd ist, erreicht sie die Hilfe von außen nicht. Die von der Haiti-Kinderhilfe unterstützten sogenannten Restavek waren von dem Mediziner aber bereits vor dem Beben mehrfach untersucht und behandelt worden, so dass sie sich ihm auch in dieser Notsituation leichter anvertrauen können.

Des weiteren unterstützt die Haiti-Kinderhilfe den Einsatz der Gröbenzeller Hilfsorganisation stART international. Diese schickt Therapeuten in Krisengebiete, um Traumata aufzuarbeiten. Bisher haben unsere Studenten die deutschen Therapeuten, Psychologen und Psychiater bereits bei den vorbereitenden Arbeiten als Organisatoren und Dolmetscher unterstützt. Für den echten, auf zwei Jahre angelegten Hilfseinsatz trägt die Haiti-Kinderhilfe darüber hinaus auch die Kosten, die vor Ort anfallen: Dolmetschergehälter, Verpflegung der Kinder und Therapeuten, Anschaffung von Arbeitsmaterialien und die Ausbildung von einheimischen Therapeuten, die das Projekt in etwa einem Jahr selbständig fortführen sollen. So kann stART den Einsatz leichter schultern, obwohl die UNO die Mission nicht wie bei früheren Einsätzen im Libanon und in Georgien unterstützt, und die Haiti-Kinderhilfe bleibt ihrem Grundsatz treu, dass jeder gespendete Cent auch wirklich in Haiti ankommt.

Unseren ersten Gedanken, eine Haiti-Kinderhilfe-Siedlung mit Holzhäusern für ehemalige Slumbewohner umzusetzen, haben wir mittlerweile wieder aufgegeben. Bei näherer Betrachtung hat sich herausgestellt, dass erstens nur wenige Familien bereit waren, in eine unbekannte Nachbarschaft umzuziehen, und zweitens durch Fertighäuser aus dem Ausland weitere Arbeitsplätze in Haiti vernichtet werden. Schon jetzt haben Bauern, Lebensmittelhändler und Ärzte durch die – absolut nötigen – Katastrophenhilfen aus dem Ausland ihre Lebensgrundlage verloren. Zu Recht appellieren die Haitianer deshalb an die Hilfsorganisationen und die UNO, bei der mittel- und langfristigen Hilfe mehr auf die Existenzsicherung der Überlebenden zu achten. Da wir diesen Ansatz sehr überzeugend fanden, haben wir deshalb entschieden, das Ernährungsprogramm für die Restavek-Kindersklaven ganz auf in Haiti angebaute Lebensmittel umzustellen. In der Anschaffung wird der Reis dadurch zwar zunächst teurer, auf längere Sicht aber wird Haiti so gestärkt.

Die unzähligen Baumaßnahmen, die auch die Haiti-Kinderhilfe anstrebt, ruhen noch weitgehend, weil die haitianische Regierung seit Monaten keinen Koordinator dafür ernennt und die angekündigten Vorgaben für erdbebensicheres Bauen schuldig bleibt. Aber eine vom Hurrikan 2008 zerstörte Schule außerhalb des Erdbebengebiets bauen – haitianische – Fachleute zurzeit wieder auf, und für eine zerstörte Schule in Port-au-Prince bauen wir provisorische Unterstände aus Holz und Wellblech, so dass auch in der Regenzeit wieder Unterricht möglich wird. Alle langfristigeren Arbeiten scheitern momentan an der Bürokratie. Aber in den fünf Monaten seit dem Beben haben wir uns so gut mit anderen Hilfsorganisationen und der OCHA, der humanitären Organisation der UNO, vernetzt, dass wir stets auf dem Laufenden gehalten werden, was sich Neues tut. Wer Zeit und Interesse hat, kann sich auf unserem eingerichteten Internetblog (www.haiti-kinderhilfe.blogspot.com) weiterhin über unsere Aktivitäten informieren. Habt nochmal herzlichen Dank für Eure Hilfe, wir werden sehr sorgsam mit Eurem Geld umgehen und weiterhin unserer Maxime folgen, dass jeder gespendete Cent auch wirklich in Haiti ankommt. „Mesi anpil“ sagt man auf Kreolisch, was soviel heißt wie „einen Haufen Dank“!

Heike Fritz

Schriftführerin der Haiti-Kinderhilfe

Schilfstr. 5

82223 Eichenau

POSTED BY Goldie Juli 9th, 2010

HEUTE FR.07.05 DIE LETZTE GELEGENHEIT FÜR LOSKÄUFE ÜBER AMIANDO

 

Liebe MFH-Freunde,

LOSKÄUFE FÜR DIE CHARITY AKTIONEN ÜBER AMIANDO SIND NUR NOCH BIS HEUTE MÖGLICH!

Ob  ein Einzeltraining mit Kevin Kuranyi, einen Tag Backstage mit den Fantastischen Vier, ein privates Abendessen mit Mario Gomez, ein gemeinsamer Abend im Hamburger Atlantic Hotel mit Udo Lindenberg & Jan Delay oder ein DTM Rennwochenende mit Martin Tomcyk – alles ist möglich!

Mit dem Erwerb von nur einem Los (5 EUR) hat man die Chance eine dieser tollen Aktionen zu gewinnen auf: www.amiando.de/meetforhaiti
(klick einfach deinen favorisierten Star an und du gelangst auf seine Seite)

Folgende Stars sind noch im Rennen!

  • Andi Beck
  • Die Fantastischen Vier
  • Fettes Brot
  • Gentleman
  • Hadnet Tesfai
  • Jan Delay & Udo Lindenberg
  • Joy Denalane
  • Kevin Kuranyi
  • Lorenzo Patané
  • Mario Gomez
  • Martin Tomczyk
  • Klaas, Joko und Palina
  • Patrice
  • Paul van Dyk
  • Roberto Hilbert
  • Sami Khedira
  • Torch

Vergisst nicht, jedes Los (1Los = 1Spende von 5€) – geht 1:1 nach Haiti.
Umso mehr Lose Ihr kauft, umso höher ist Eure Chance zu gewinnen!

Viel Glück

Euer MFH-Team

POSTED BY Goldie Mai 7th, 2010

DANKE!

 

Liebe Meet For Haiti Freunde,

heute enden die Auktionen der Stars auf Ebay. Nur noch die Losersteigerungen auf Amiando laufen weiter. Eine gute Gelegenheit um mal durchzuschnaufen, sich umzusehen und festzustellen, dass es mal an der Zeit wäre DANKE zu sagen. Da gibt es nämlich ein paar Leute und Partner, die uns wirklich sehr geholfen haben um diese Aktion überhaupt möglich zu machen. Die das Projekt aktiv mitgeholfen haben zu promoten oder uns einen Teil der Kosten von der Backe genommen haben. Kurz gesagt: so komplett alleine hätten wir das gar nicht stemmen können. Daher an dieser Stelle ein herzliches und aufrichtiges Dankeschön an die SÜDWESTBANK, unsere lieben Freunde von NACHTAGENTEN.DE, STEFFI KIM-LAESCHKE von KIM KOM, TATI + TINA von POOL PROMOTION, DIETER SCHIENHAMMER von BALLYHOO MEDIA, JOHANNES FINKE vom BLANK MAGAZIN, OLAF HEINE, SHADI SATRAPI, ANDREAS PAPADIMITRIOU und viele andere. Danke für Eure Unterstützung. Generell ein herzliches Dankeschön da draußen an alle, die Meet For Haiti bis hierher bereits unterstützt haben. Es ist wichtig, dass wir den Leuten weiterhin vor Augen halten was für ein Elend in diesem so arg gebeutelten Land herrscht.

Für alle die sich weiterhin engagieren wollen: ihr habt noch bis Freitag Abend Zeit einige der Stars über Ebay zu ersteigern und bis nächste Woche Freitag (7.Mai) über Lose einige der Stars zu gewinnen. Denkt daran, dass egal ob Ebay oder Loskauf über Amiando. Jeder Euro ist eine Spende. Ihr tut damit nicht nur Euch unter Umständen etwas Gutes, sondern ganz sicher vielen Menschen auf Haiti. Danke für Eure Unterstützung.

Euer Meet For Haiti Team

POSTED BY Goldie April 30th, 2010

JAN FRODENO AMIANDO-AKTION NUR NOCH BIS FREITAG, DEN 30.04

 

Liebe Jan Frodeno-Freunde,


Die Frodeno-Auktion neigt sich dem Ende zu. Nur noch bis Freitag, den 30.04 könnt ihr Lose über Amiando für diese Auktion kaufen. Am Montag, den 03.05.10 steht schon der Gewinner dieser Auktion fest!

Seid mit dabei, wenn Deutschlands Top Triathlet JAN FRODENO sich im “Triathlon-Camp” auf seinen Wettkampf vorbereitet und holt Euch exklusive Trainings- und Fitnesstipps. Das ganze findet, wie ihr bereits wisst in Andalusien im RobinsonClub Playa Granada statt. Ihr dürft gemeinsam mit Deutschlands Goldmedaillen Gewinner von der Sommerolympiade 2008 in der Woche vom 9.05.10 – 16.05.10 einen prachtvollen Aufenthalt im Robinson Club verbringen – all inklusiv versteht sich. Der Flug ist natürlich auch schon bezahlt!

Für Euch heißt das, gibt Gas und kauft Lose Lose Lose, denn das wird für Euch die einmalige Chance sein Jan Frodeno so nah zu kommen und dieses tolle Package zu gewinnen. Vergisst nicht, jeder Cent dieser Auktion geht an die Haiti-Kinderhilfe e.V. und somit an die Menschen auf Haiti.

Hier gehts zur Jan Frodeno Amiando-Aktion: http://de.amiando.com/MeetForHaiti_JanFrodeno

Wir danken Euch für Eure Unterstützung und wünschen Euch viel Erfolg beim Gewinnen!

Euer MFH-Team

POSTED BY Goldie April 28th, 2010

REVOLVERHELD AMIANDO AUKTION NUR NOCH BIS MONTAG!

 

Hallo Liebe Revolverheld-Freunde,

DER VIDEODREH VON REVOLVERHELD FINDET NÄCHSTE WOCHE MI. DEN 28.04 IM KESSELHAUS IN BERLIN STATT.

LOSE FÜR FÜR DIE REVOLVERHELD AKTION KÖNNT IHR NUR NOCH BIS SONNTAG, DEN 25.04. BIS 00:00 Uhr KAUFEN.
MONTAG MITTAG STEHT SCHON DER GEWINNER FEST!

Für Euch heißt das, gibt Gas und kauft Lose Lose Lose, denn das wird eine einmalige Chance für Euch sein, euren Stars so nah zu kommen und dieses tolle Package (Bahnfahrt + Übernachtung + Verpflegung + Videodreh von Revolverheld) zu gewinnen.

Wir Danken Euch für eure Teilnahme  und wünschen Euch viel Erfolg beim Gewinnen !

Hier gehts zur Revolverheld Amiando Auktion: http://de.amiando.com/meetforhaiti_revolverheld

Hier die Auktionsbotschaft von Revolverheld: http://meetforhaiti.de/revolverheld

Euer MFH-Team

POSTED BY Goldie April 23rd, 2010

WIE KANN ICH MEINEN STAR DENN NUN ERSTEIGERN UND WIE GEWINNEN?

 

Hi Folks,

da wir in letzter Zeit einige Anfragen bezüglich dem Ablauf der Versteigerungen respektive den Verlosungen der Stars bekommen haben, erhaltet Ihr im Folgenden nun nähere Infos.

Wie Ihr bereits wisst, habt Ihr die Möglichkeit Euren favorisierten Star entweder über Amiando zu “gewinnen” oder über Ebay zu “ersteigern”. Welcher Star ersteigert oder gewonnen werden kann, erfahrt Ihr heute Abend um 22Uhr hier auf der STARS Seite (www.meetforhaiti.de/stars), indem Ihr direkt unter dem Video der Stars entweder einen “GEWINNEN” oder “ERSTEIGERN” Button findet.

Um über Ebay Euren Star zu ersteigern, müsst Ihr wie gewohnt das höchste Gebot abgeben.

Da bei den Ebay-Versteigerungen die Beträge hoffentlich in die Höhe schießen und einige Auktionen dadurch für den ein oder anderen das Budget sprengen, haben wir für Euch eine Alternative eingerichtet – Amiando.

Bei Amiando, werdet Ihr auch mit einem kleinen Geldbeutel die Chance haben Euren Star zu gewinnen.

Wie läuft das nun genau ab?

Man kann für den favorisierten Star jeweils ein “Los” kaufen. 1 Los kostet 5,-Euro, die von Amiando direkt an die Haiti-Kinderhilfe e.V. gehen. Jeder kann so viele Lose kaufen, wie er möchte. Nun will sich als Beispiel “Hans Wurst” ein Los kaufen. Je mehr Lose er kauft, umso höher ist natürlich seine Chance, dass er am Schluss gewinnt.

Nun hat „Hans Wurst“ aber noch eine weitere Möglichkeit umsonst weitere Lose zu erhalten und somit seine Chancen auf den Gewinn zu erhöhen: Das System bietet ihm nach dem Loskauf einen individuellen Tracking Link an, den er an seine ganzen Freunde weiter emailen oder auf Facebook teilen kann.

Sollte nun ein von ihm empfohlener Freund über seinen Link auf Amiando auch 1 Los  kaufen, so erhält „Hans Wurst“ direkt ein weiteres Los als eine Art “Provision”, for free.

Sowohl Einzelpersonen als auch Firmen können spenden und Lose dafür erhalten. Ab 100,-Euro erhält jeder eine Spendenquittung vom Verein.

So das wars auch schon :)

Gerne beantworten wir Dir weitere Fragen!

Viele Grüße

Dein MFH Team

POSTED BY Goldie April 20th, 2010

ENDSPURT…HEUTE UM 22UHR SIND ALLE AUKTIONEN (EBAY/AMIANDO) ONLINE!

 

Ich weiß, ich weiß. Der Finger juckt. Man möchte am liebsten jetzt schon klicken. Schon mitsteigern. Nööt..! Niiaacht. STOP! Leider musst Du Dich noch ein klein wenig gedulden. MEET FOR HAITI.DE hier ist zwar nun online, aber die eigentliche Ersteigerung der Stars dauert noch ein klein wenig. Wie lange genau erfährst Du hier oben in dem Video.

Außerdem lüftet Strachi vom 0711 Büro ein paar der offenen Fragen zum Thema “Ersteigerung” und “Gewinn” der Stars. Wer immer noch ein paar Fragezeichen über dem Kopf hängen hat, kann hier unten auch gerne noch seine offenen Fragen als Kommentar posten. Wir werden uns bemühen die Fragen so bald wie möglich zu beantworten.

Danke für Deinen Support. Wie Andi Beck in seinem Video schon Erich Kästner zitiert: “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es”.

In diesem Sinne.
Dein MEET FOR HAITI TEAM

POSTED BY admin April 14th, 2010

HAITI

 

Haiti, das Land, das sich die Karibikinsel Hispaniola mit der Dominikanischen Republik teilt, gilt als das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. 90 Prozent der nach UN-Schätzungen 9,5 Millionen Haitianer leben in tiefster Armut. 78 Prozent haben nur zwei US-Dollar am Tag zum Leben, 56 Prozent müssen sogar mit nur einem US-Dollar auskommen.

Das Welternährungsprogramm der UNO hat Mitte der 70er Jahre Hungeralarm für Haiti geschlagen und seither keine Entwarnung geben können. Seinen Erhebungen zufolge ist jeder zweite Haitianer massiv unterernährt, jeder vierte akut vom Hungertod bedroht. Pro Jahr werden demnach 30.000 Babys mit irreparablen Hirnschäden geboren, weil es ihren Müttern während der Schwangerschaft an Nahrung fehlte. Schon vor dem Beben bedurften 3,3 Millionen Haitianer sofortiger Lebensmittelhilfen.

Laut dem Internationalen Währungsfonds/IWF zählt Haiti zu jenen vier Staaten der Erde mit dem höchsten Insolvenzrisiko. Die Wirbelstürme 2008 hatten in dem zuvor schon bitterarmen Land einen wirtschaftlichen Schaden von einer Milliarde Dollar angerichtet. Das Ausmaß des Erdbebens im Januar 2010 ist noch nicht wirklich abzuschätzen, Fachleute sind sicher, dass der Wiederaufbau mindestens ein Jahrzehnt dauern wird.

Schon für Erwachsene ist das Leben in Haiti hart, die Lebenserwartung beträgt nur 49 Jahre. Die Kindersterblichkeit liegt bei 8,5 Prozent, dem höchsten Wert außerhalb Afrikas. 117 von 1.000 Kindern sterben vor ihrem fünften Geburtstag. Ein Drittel kommt schon unterernährt zur Welt; im Alter von neun Jahren gilt jedes dritte Kind wegen Mangelernährung nicht mehr nur als unterernährt, sondern sogar als zurückgeblieben.

Laut Unicef besuchen nur 46 von 100 Kindern im Schulalter die Grundschule. Öffentliche Schulen wurden allesamt aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Privatschulen werden oft von „Lehrern“ betrieben, die selbst nicht lesen oder schreiben können. Offiziell liegt die Quote der Analphabeten in Haiti bei 51,2 Prozent, tatsächlich dürfte sie mittlerweile fast 90 Prozent erreicht haben. Den Abschluss der Grundschule schaffen nur zwei der 46 Prozent, die überhaupt in die Schule gehen dürfen.

300.000 Kinder leben nach Angaben der Vereinten Nationen als Sklaven, sogenannte Restavek, in Haiti. Pro Jahr werden 2.000 mit dem Wissen ihrer Eltern als Sklaven in die Dominikanische Republik verkauft. 1.000 Kinder unter neun Jahren rutschen jährlich als Boten, Spione und gar als bewaffnete Kämpfer ins Drogenmilieu ab.

Haiti-Kinderhilfe e.V.
Schilfstr. 5
82223 Eichenau
08141-32 86 66
haiti-kinderhilfe@t-online.de

www.haiti-kinderhilfe.de
www.haiti-kinderhilfe.blogspot.com

Spendenkonto
Haiti-Kinderhilfe
Raiffeisenbank Gundelfingen
BLZ: 680 64222
Kto: 512 6100

POSTED BY admin April 13th, 2010

MEET FOR HAITI GOES LIVE…

 

Hallo Welt,

Es ist vollbracht. Nach knapp 2 Monaten Arbeit gehen wir heute endlich mit unserem Baby an den Start. Nach zahllosen Nachtschichten, viel Arbeit und damit auch investierter Zeit. Wir haben es alle gerne gemacht. In der Hoffnung, dass wir etwas bewegen können. Zum Besseren für unsere Mitmenschen in Haiti.

Einfach mit gutem Beispiel voran gehen.

Das selbe erhoffen wir uns nun auch von Dir. Ja, DIR…DU, der Du diesen Post gerade liest. Ich möchte Dich hiermit bitten auch etwas Verantwortung zu übernehmen. Bitte denk daran, dass Du mit einer Beteiligung beim Ersteigern oder Lose kaufen für einen der Stars, auch gleichzeitig etwas Gutes machst. Du spendest Geld! Jawohl. Und zwar für etwas, dass Dir unter Umständen Freude bereiten wird, aber gleichzeitig auch für etwas viel wichtigeres: für die Verbesserung der Lebensumstände von anderen Menschen. Denk daran, dass der Großteil der Menschen auf Haiti mit weniger als 1,-Euro am Tag über die Runden kommen müssen. Das ist das Geld, dass Du am Samstag in den Einkaufswagen im Supermarkt steckst und vielleicht vergisst wieder rauszuziehen.

Wie kannst Du sonst noch helfen?

Indem Du diese Page hier, die Aktion an sich und das Engagement der zahlreichen Stars in Deinem Freundeskreis weitersagst. Niemals war das leichter als heutzutage. Facebook, Twitter und Email machen es Dir so einfach wie noch nie zuvor.

Deswegen Spread the Word like virus!

POSTED BY STRACHI April 13th, 2010

EINE GESCHICHTE DIE DAS LEBEN SCHREIBT – ZUMINDEST AUF HAITI…

 

Liebe FreundInnen Haitis,

das hier ist eine Geschichte wie sie sicherlich jeden Tag hundertfach auf Haiti vorkommt. Und dennoch geht sie einem an die Substanz. Lies Dir diesen Bericht durch. Es lohnt sich, um einen Eindruck über die Zustände vor Ort zu erhalten. Das ist die Geschichte einer Krankenschwester aus Alaska, die seit dem Erdbeben im Noteinsatz in Haiti ist. Ihren über sechsseitigen Erfahrungsbericht hat Barbie, eine gute Freundin unserer Freunde der Haiti Kinderhilfe e.V. übersetzt und gekürzt – und sie hofft, er liest sich immer noch so spannend wie das Original:

“Lasst mich heute meinen Ärger von der Seele reden. Heute Nacht um 1:15 Uhr habe ich in unserer Krankenstation ein Wimmern, ein Schluchzen wahrgenommen, eine hohe Stimmlage ließ erkennen, dass es von einem Kind stammte. In einer der hintersten Ecke im Hof unserer Gesundheitsstation fand ich unter einer Plane ein Mädchen, das krampfhaft versuchte, ruhig zu sein. Sie wußte, es ist Nacht, die Arbeit in der Gesundheitsstation ruht und die anderen Kranken wollen schlafen. Sie miaute wie ein kleines, verletztes Kätzchen. Tränen kullerten über ihre Backen. Ihre Beine hatte sie ganz nah an den Körper gezogen. Ihr Unterkiefer klapperte so sehr, dass es den ganzen Körper schüttelte. Man konnte ihr das Fieber förmlich ansehen.

Ihr Vater bewachte sie mit festem, aber beunruhigtem Blick. Er stellte sich schützend über sie und beobachtete genau, wie ich sie im Kegel meiner Kopflampe untersuche. Ihr Herz raste, Hitzewellen strömten von ihrem Körper. Schon beim sanftesten Druck auf ihren Abdomen entfuhr ihren trockenen Lippen ein Stöhnen, und sie öffnete ihre glasigen Augen. Obwohl sie geschwächt ist, nahm sie meine Hand und schob sie beiseite: “Fe mal…”, flüsterte sie. “Fe mal.” Tut weh, tut weh. Ich nahm ihre kleine Hand in meine linke und drückte mit meiner rechten erneut. Sie kniff die Augen fest zusammen, hielt die Luft an und stöhnte erneut. Ihr Bauch ist fest. Ein Zeichen für einen sehr ernsten Zustand. Unsere Übersetzerin erklärte mir, dass das Kind am Nachmittag mit hohem Fieber, Kopf- und Bauchweh zu uns gekommen war. Der Malariatest war – leider – negativ ausgefallen. “Leider” deshalb, weil Malaria zwar eine sehr ernste Krankheit ist, aber mit Medikamenten auch wieder einfach zu behandeln wäre. Typhus und eine Blinddarmentzündung waren die alternativen Diagnosen. Beide bräuchten in diesem Stadium einen Chirurgen. Unser Kinderarzt war noch bei Tageslicht mit dem Kind zum Miami Field Hospital am Flughafen gefahren. Dieser hatte – wie es auch in den USA üblich ist – eine weitere Beobachtung des Krankheitsverlaufs gefordert. Er wollte “klarere Symptome”, um sicher zu gehen, dass die Operation wirklich unumgänglich ist.

Um 1:15 Uhr hat die Krankheit dann das Versteckspiel aufgegeben: Typhus mit so heftigen Darmbeschwerden, dass es nicht bei blutigem Durchfall und Bauchweh blieb, sondern zu einem Darmdurchbruch kam. Millionen von Bakterien strömten in den sterilen Bauchraum des kleinen Kinds – eine extrem schmerzhafte und auch lebensgefährliche Angelegenheit. Zum Glück wohnte unsere Hebamme um die Ecke, und zum Glück besaß sie einen Wagen. Der Vater und ich transportierten die Kleine so vorsichtig wie möglich zu dem Pickup, und in der stockfinsteren Nacht fuhren wir durch vollkommen menschenleere Straßen durch Port-au-Prince, zum einzigen uns bekannten verfügbaren Chirurgen der Stadt. Ich hatte den reglosen Körper der Kleinen auf meinen Beinen, ihre Hitze strahlte auf meinen ganzen Körper aus. Nur ab und zu ließ sie ein kleines Stöhnen vernehmen.

Das Miami Field Hospital war innerhalb weniger Tage direkt nach dem Erdbeben auf dem Flughafengelände errichtet worden. Freiwillige Helfer aus aller Welt, Labors und alle nötigen Gerätschaften sind dort im Einsatz. Von außen ist es eine weiße Zeltstadt, innen tobt das Leben, ein funktionierendes Feldlazarett mit allen Schikanen, Labor, Apotheke, Röntgen sowie Erwachsenen-, Kinder- und Neonatal-Intensivstation. Und seit Wochen die letzte Hoffnung für die kritischsten Fälle in Haiti. Gegen zwei Uhr erreichten wir den Eingang, ein hölzernes Tor, das erst nach dem Beben in die betonierte Wand um den Flughafen herum eingepasst worden war. Zum Glück hatte unsere Hebamme das nirgendwo beschilderte, abgelegene Tor am Vortag zufällig wahrgenommen, als sie mit einem Baby zur Intensivstation musste. Die seit 20 Jahren in Haiti arbeitende Amerikanerin fuhr bis vor die Barriere und hupte wie eine Verrückte. Das Tor blieb zu. “Wie kann dieses Tor verriegelt sein? Das ist verrückt”, schrie ich verzweifelt. Als Erwiderung hupte sie nur immer und immer wieder. Irgendwann näherte sich ganz langsam ein dunkel gekleideter, bewaffneter Mann. Beim nächsten Hupen, das ihm eigentlich Beine machen sollte, blieb er stehen. Ganz regungslos.

Der Vater sprang vom Pickup, rannte zu dem Wachmann, und es entbrannte ein heftiger Wortwechsel. Letztendlich eilte er zu uns zurück und meinte: “Er sagt, das Krankenhaus hat geschlossen, alle Ärzte seien heim gegangen.” Ich war fassungslos. “Das kann nicht wahr sein, das geht in einer Klinik nicht”, schrie ich frustriert und zugleich ungläubig. Dann drehte sich der Vater zu unserer Hebamme. “Du musst Dein Gesicht zeigen”, erklärte er fatalistisch. Lasst mich hier mal übersetzen: Du musst Dein weißes, Dein nicht-haitianisches Gesicht zeigen. Du musst Deine Trumpfkarte ausspielen. Unsere Hebamme, eine mitfühlende, zupackende und intelligente Frau aus Boston, stieg zielstrebig aus dem Wagen und wandte sich in fließendem Kreolisch an den Wachmann: “Wir haben einen medizinischen Notfall, ein sterbendes Kind im Wagen. Das Mädchen war heute schon hier, der Chefchirurg wartet sogar schon auf sie. LASS UNS DURCH DAS TOR.” “Nein”, antwortete der Mann, “das Krankenhaus ist geschlossen.” Im Hintergrund konnte ich ein beleuchtetes Klinikzelt sehen, offensichtlich waren dort auch nachts um zwei Uhr Behandlungen im Gang. Ich bot dem Wachmann Geld zur Bestechung an, appellierte auf Englisch an sein Gewissen, dass er den Tod eines Kindes zu verantworten habe, wenn er uns nicht einließe, aber vergebens.

Die Atmung der Kleinen wurde flacher, ihr Wimmern erstarb immer mehr, durch ihr dünnes Kleidchen spürte ich das Herz wie wahnsinnig schlagen. Die Situation war einfach unmöglich – und doch so typisch für Haiti. Weniger als 100 Meter entfernt liegt ein Krankenhaus mit allem, was ein Medizinerherz begehrt, mit Hunderten Freiwilligen, die dem Land in seiner schwersten Stunde beistehen möchten. Und hier bei mir auf dem Schoß liegt ein Kind im Sterben. Wir sind nur durch ein lächerliches Tor getrennt. Ich überlege, ob wir das Tor mit unserem Auto einfach durchbrechen könnten. Es sind nur windige Latten, die mit Hasengitter zusammengehalten werden. Aber angesichts der Waffe des Mannes und der vielen Patienten, die wir schon behandelt hatten, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren und angeschossen wurden, rücke ich von diesem Plan doch wieder ab. Ich fühle mich hilflos und bin es auch. Die Politik, die ausländische Hilfe und die miltärische Sicherheitsstrategie bei diesem humanitären Einsatz machen mich hier zum Opfer, nehmen mich regelrecht als Geisel. Mir fallen die tagelangen Grabenkämpfe zu Beginn unseres Einsatzes wieder ein, als wir mit den US-Soldaten um unsere Hilfslieferungen ringen mussten, die zwar durch von uns bezahlte Charterflüge nach Port-au-Prince gelangt waren, uns aber nicht ausgehändigt wurden. Auch da haben wir wertvolle Zeit verloren. Auch da sind unterdessen Menschen gestorben, die dringend unserer Hilfe bedürft hätten.

Währenddessen verhandeln meine beiden Begleiter noch immer mit dem Mann hinter dem Zaun. Ohne erkennbaren Grund bückt er sich auf einmal ganz langsam, hantiert an dem Schloss herum und öffnet das Tor. Unsere Hebamme springt in den Wagen und donnert sofort auf das Gelände – nicht wegen des Kindes, sondern vielmehr weil sie befürchtet, der Mann könne es sich doch noch anders überlegen. “Hast Du ihn bestochen?”, frage ich sie. Der hinzukommende Vater unserer kleinen Patientin antwortet an ihrer Stelle: “Er lässt uns nur ein, weil sie weiß ist. So funktioniert das in Haiti.” Ich hake nach, ob er damit sagen wolle, dass er als Vater des Mädchens allein nicht auf das Gelände gekommen wäre. “Niemals”, antworten er und die Hebamme wie aus einem Munde. Natürlich muss ich wegen meiner kleinen Patientin froh sein, dass unsere Hautfarbe letztendlich der Schlüssel zur abgeriegelten Klinik war. Aber in jeder seither verstrichenen Minute wächst mein Zorn über die Ungerechtigkeit, die sich am Melaningehalt unserer Haut festmachen lässt. Deshalb rufe ich Euch alle dazu auf, Euren Politikern in der sogenannten Ersten Welt klarzumachen, dass die Hilfsgelder für Haiti tatsächlich der Bevölkerung zugute kommen sollen, dass sie gerecht verteilt werden und frei für jedemann jederzeit zugänglich gemacht werden müssen. Fragt nach, wie Eure Steuergelder von jenen Regierungen ausgegeben werden, die ihr in friedlichen, freien Wahlen selbst bestimmen durftet! Und weist sie klar und deutlich an, dem allzu leicht korrumpierbaren haitianischen System genau auf die Finger zu sehen.

Noch ein Nachtrag der Vollständigkeit halber: Das Mädchen wurde liebevoll von seinem Vater ins Klinikzelt getragen und dort von genau jedem Arzt empfangen, der es schon am Nachmittag untersucht hatte. Es erhielt seine lebensrettende Operation ohne weitere Verzögerung, da das Krankenhaus weder geschlossen war, noch die Ärzte “heim gegangen” waren.

POSTED BY STRACHI April 12th, 2010